The History of Piedmontese — Turin's Own Forgotten Language

Die Geschichte des Piemontesischen – Turins eigene vergessene Sprache

Die Geschichte des Piemontesischen – Turins eigene vergessene Sprache

Piemontesisch ist eine eigenständige romanische Sprache, die in Turin und der umliegenden Region beheimatet ist und ihre Wurzeln in einer aristokratischen Hofsprache hat, deren Geschichte 900 Jahre zurückreicht. „Piemontèis a l'é“ steht für eine Identität, die die Unterdrückung während der faschistischen Ära überlebt hat und bis heute Teil des Alltags im Piemont ist.

Die meisten Menschen, die Turin besuchen, ahnen nie, dass die Stadt ihre eigene Sprache hat – keinen Dialekt, keine bloße Aussprachevariante, sondern eine vollständig verschriftlichte romanische Sprache mit 900 Jahren Literatur im Hintergrund.

Piemontèis war nie bloß „die Art, wie Italiener im Norden sprechen“. Es entwickelte sich zu einer der frühesten Volkssprachen Europas, die schriftlich festgehalten wurde, und war eine Zeit lang der Stolz eines Königreichs.

T-Shirt zum piemontesischen Stolz mit dem Design „Piemontèis a l'é dialect“

Vom savoyischen Hof zum goldenen Zeitalter

Laut Wikipedia's Überblick über die piemontesische Sprache ist Piemontèis eine eigenständige romanische Sprache und gehört neben Lombardisch und Ligurisch zur galloitalischen Sprachfamilie – trotz des weitverbreiteten Missverständnisses, selbst in Italien, kein italienischer Dialekt. Das Piemontesische wurde erstmals im 12. Jahrhundert dokumentiert, Jahrzehnte bevor die meisten anderen italienischen Volkssprachen ihren Weg aufs Papier fanden.

Die heute als Standard geltende Variante, das Turinische, geht auf das gehobene Piemontèis zurück, das einst vom savoyischen Adel in den Sälen Turins gesprochen wurde. Dieses Prestige führte die Sprache in ein echtes goldenes Zeitalter: Von 1850 bis 1960 blühten piemontesisches Theater und piemontesischer Gesang in der ganzen Region auf, und bis heute gibt es mehr als 10.000 Wikipedia-Artikel, die vollständig auf Piemontèis verfasst sind.

Zum Schweigen gebracht, dann bedroht

Die Sprache zahlte einen hohen Preis für ihre Sichtbarkeit. Während der faschistischen Ära wurde das geschriebene Piemontesische ausdrücklich verboten – Kinder, die in der Schule dabei ertappt wurden, wie sie es sprachen, wurden bestraft und dazu gebracht, sich für ihre eigene Sprache zu schämen. Diese Unterdrückung hinterließ Narben, die nie vollständig verheilt sind.

Heute stuft die UNESCO Piemontesisch als „definitiv gefährdet“ ein. Es wird hauptsächlich von älteren Generationen gesprochen, nur selten in Schulen unterrichtet und ist von Menschen unter 40 zunehmend seltener zu hören — selbst in Turin.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet „Piemontèis a l'é“?
Es bedeutet „Das ist Piemontesisch“ — eine Bekräftigung, dass die Sprache fortbesteht.

Ist Piemontesisch ein Dialekt des Italienischen?
Nein. Linguisten stufen es als eigenständige galloitalienische Sprache ein, nicht als Dialekt.

Ist Piemontesisch gefährdet?
Ja. Die UNESCO stuft es als definitiv gefährdet ein; heute wird es hauptsächlich von älteren Generationen gesprochen.

Piemontèis a l'é — Mehr als Worte

Eine Redewendung bringt es klar auf den Punkt: Piemontèis a l'é — das ist Piemontesisch, und das wird es immer bleiben.

Es sind die Alpen hinter der Stadt, die Savoyer Paläste, in denen diese Sprache einst widerhallte, und die Tatsache, dass eine so internationale Stadt wie Turin noch immer an etwas festhält, das ganz ihr Eigenes ist. Stiller Stolz, Stolz der Berge — die Art von Stolz, die sich nicht ankündigen muss, um echt zu sein.

Nahaufnahme des Designs „Piemontèis a l'é“ in Schwarz und Gold

Trag die Worte

Eine Sprache mit 900 Jahren schriftlicher Geschichte verdient mehr, als still innerhalb einer einzigen Generation zu verschwinden. Jedes Mal, wenn du sie trägst, hilfst du, sie sichtbar zu halten.

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Verfasst vom Team von EuropeanDialects — seit 2026 feiern wir die regionalen Identitäten und Dialekte Europas. Zuletzt aktualisiert im Juli 2026.

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